Olivier Messiaen

1908-1992

Dieu parmi nous
aus „La NativitĂ© du Seigneur“

Johann Sebastian Bach

1685-1750

Partita ”O Gott, du frommer Gott”
Choral und 11 Variationen

Charles-Marie Widor

1844-1937

Symphonie Nr. 5 f-moll op. 42 Nr. 5
- Allegro vivace
- Allegro cantabile
- Andantino quasi allegretto
- Adagio
- Toccata

Hayko Siemens

stammt aus der NĂ€he von Hamburg. Nach dem Studium von Kirchenmusik, Orgelkonzertfach und Dirigieren in LĂŒbeck, Köln und Paris und einer ersten kirchenmusikalischen Stelle in Bad Homburg bei Frankfurt kam er 1998 als Kirchenmusikdirektor an die evangelische Bischofskirche St. MatthĂ€us in MĂŒnchen (bis 2018) und als KĂŒnstlerischer Leiter des MĂŒnchner Motettenchores.

RegelmĂ€ĂŸige Konzertreisen fĂŒhrten ihn als Organist und Dirigent in alle Kontinente, darunter 15 Tourneen allein in die USA und etliche Reisen nach Australien, Neuseeland, Japan, China, Israel, SĂŒdafrika, SĂŒdamerika und in fast alle europĂ€ischen LĂ€nder. Zahlreiche Rundfunk-, Fernseh-, Schallplatten- und CD-Aufnahmen als Organist sowie als Dirigent mit namhaften Solisten, Chören und Ensembles. Als Gastdirigent leitete er ĂŒber 30 Berufsorchester.

Siemens ist GrĂŒnder des Orgelfestivals "FUGATO“ in Bad Homburg und leitete dieses international renommierte Treffen der weltbesten Organisten mehr als 15 Jahre. MehrjĂ€hrige OrgellehrtĂ€tigkeit an der Musikhochschule Frankfurt sowie in internationalen Meisterkursen in Schweden, USA, HongKong und Neuseeland. Juror bei Orgel- , Chor- und Vokalwettbewerben und Mitglied des KĂŒnstlerischen Beirats im Verband der deutschen Konzertchöre (VDKC). Mehrmals spielte er den Ă€ußerst anspruchsvollen, 15 Konzerte umfassenden Zyklus der Gesamtdarstellung des Bachschen Orgelwerks.

 

Widors 5. Sinfonie is zweifellos die Bekannteste unter seinen Werke, und die “Toccata” der bekannteste Satz daraus -  eventuell gar, neben der “Toccata von Bach” (BWV 565) das bekannteste Orgelwerk schlechthin, von königlichen Hochzeiten (und vielen anderen auch) nicht wegzudenken. Dabei ist es leicht zu ĂŒbersehen, dass das Werk, uraufgefĂŒhrt 1879 im Pariser TrocadĂ©ro, seinerzeit revolutionĂ€r war, denn  der Satz ist nicht “noch eine französische Orgeltoccata” sondern die Urtoccata und wirkte somit absolut stil- und formbildend.  Scharen von Komponisten, nicht nur aus Frankreich, verwendeten im Nachhinein das moto perpetuo Prinzip, das hier sein Ursprung fand. Dabei wurden alle fortschrittlichen Mitteln der CavaillĂ©-Collschen Orgelbaukunst ausgeschöpt um zum möglichst orchestralen, sinfonischen Klangbild zu kommen.

Hayko Siemens